Aktuelles

Stellungnahme

13.07.2021

Der Kindertagesstättenwerk der Lutherstadt Wittenberg e.V. ist entsetzt und enttäuscht über die Vorgehensweise und die Kündigungen der Einrichtungen in der Schillerstraße 44/45.

Unser Verein wurde 1992 aus der Stadt heraus gegründet. Die Einrichtungen in der Schillerstraße würde es heute ohne die Vereinsgründung vielleicht gar nicht mehr geben. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen damals viele Entbehrungen in Kauf, um diesen Standort zu halten.

Unser Fokus lag immer auf eine qualitative pädagogische Arbeit. Dieser Standort hat sich zu einer Kreativitätseinrichtung entwickelt, 20 Erzieherinnen qualifizierten sich zu Kreativitätspädagogen. Seit den 90ziger Jahren wird ein Englischkonzept für Kinder umgesetzt, auch dazu bildeten sich die Kolleginnen fort. Seit 1998 haben wir an diesem Standort unsere vereinseigene Küche und bieten in allen unseren Einrichtungen Vollverpflegung an. Unsere Vereinsküche wollten wir 2020 sanieren, es wurde aus baulichen Gründen verweigert, jetzt wurde sie gekündigt.

Seit über 10 Jahren bieten wir an diesem Standort verlängerte Öffnungszeiten für Familien der Lutherstadt Wittenberg an.

2008 wurde die Kita Kompetenzeinrichtung von Sachsen-Anhalt, seit 2011 Sprachkita und 2020 Buchkita.

Das ist nur ein grober Abriss der pädagogischen Entwicklung der letzten 29 Jahre, die immer für die Kinder der Lutherstadt Wittenberg initiiert wurde.

Wir haben uns immer als Partner der Lutherstadt Wittenberg verstanden und auch nicht unerhebliche Mittel in diesen Standort, Schillerstrasse 44/45, investiert.

Der Kindertagesstättenwerk e.V. hat sich in den vergangenen Jahren stets als zuverlässiger und kompromissbereiter Partner in den Verhandlungen mit der Kommune gezeigt. Die unterschiedlichen Lesarten und Interpretationen des KiFöG führen nun dazu, dass freien Trägern Mietverträge gekündigt werden, um sie selber zu betreiben. Das Wahlrecht von Eltern bei der Kinderbetreuung wird massiv
eingeschränkt.

Vorstand und Geschäftsführung

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